Seit dem Fall der Mauer fühlt sich Hinrich Lobek deutlich unwohl. Er war ein überzeugter "Vertreter der sozialistischen Ordnung". Um nicht völlig mittellos dazustehen, nimmt er auf Drängen seiner Frau den Job eines Zimmerspringbrunnenvertreters an. Was zunächst nach einem Albtraum aussah, stellt sich bald als kapitalistisches Vergnügen heraus. Denn sein Brunnenmodell mit dem Berliner Fernsehturm wird zum absoluten Kassenschlager ...

Und noch ein Film über die sogenannte Ostalgie: Schon mit albernen Werken wie "Go, Trabi, Go" läutete Regisseur Peter Timm 1991 diese Welle ein. Doch spätestens seit Filmen wie "Sonnenallee" ist über das Thema auf komödiantischer Ebene eigentlich alles gesagt. Wenn nun Timms Werk wenigstens noch originell oder gar witzig wäre oder irgendeine Form von Unterhaltungswert hätte, wäre der Kino-Einsatz sicherlich gerechtfertigt. Aber mit diesem müden, gewollt witzigen Streifen nach dem Roman von Jens Sparschuh lockt man kaum jemanden in die Lichtspielhäuser.

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