Uwe ist Polizist und hat mit seiner Frau Christine und der vierjährigen Tochter gerade ein altes Backsteinhaus in einer Kleinstadt bezogen. Um seine junge Familie halbwegs über die Runden zu bringen, schiebt Uwe zwecks Gehaltaufbesserung viele Nachtschichten, Wochenenddienste - und Extraschichten. Christine versucht derweil, gemeinsam mit ihrer Tochter den Alltag zu meistern. Doch das traute Familienglück zeigt schnell erste Risse. Uwe projiziert seinen Stress auf die Beziehung und erweist sich als überaus eifersüchtig, will stets genau wissen, was Christine so den ganzen Tag tut. So wundert es nicht, dass seine Eifersucht manchmal gar in Aggressivität umschlägt. Christine muss immer häufig ihre blauen Flecken kaschieren bzw. Ausreden für deren Vorhandsein ausdenken …

Was nach einem typischen Sozialdrama über Gewalt in einer Beziehung klingt, entpuppt sich als öder Langeweiler, der fast drei Stunden lang sein Publikum quält. Hätte Regisseur Philip Gröning etwa die langen Schwarzblenden zwischen den einzelnen Episoden weggelassen, wäre das ganze Ding glatt 20 Minuten kürzer geworden. Aber das ist nur ein kleiner Tropfen auf den öden heißen Stein. Die ganze Machart ist derart dilettantisch, dass man bald genervt das Kino verlassen möchte.



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