Während des Zweiten Weltkriegs lebt der elfjährige Alex zusammen mit seinem Vater, seinem Onkel Borouch und seiner handzahmen Maus im Ghetto in Warschau. Einige jüdische Familien sind nach den regelmäßigen "Säuberungsaktionen" durch die Deutschen in dem halbzerstörten Ghetto zurückgeblieben. Alex verbringt die Tage mit den wenigen Kindern, seiner Maus und den Abenteuern von Robinson Crusoe. Eines Tages stürmen deutsche Soldaten das Ghetto. Alle Fluchtwege sind blockiert. Borouch, Alex und sein Vater werden mit den Anderen auf die Straße getrieben. Als der Vater abgeführt wird, verspricht er seinem Sohn, dass er zurückkommen wird...

Der Film entstand nach dem gleichnamigen Buch von Uri Orlev, der darin seine eigenen Erlebnisse als Kind im Warschauer Ghetto während des Zweiten Weltkrieges beschreibt. Der dänische Regisseur Søren Kragh-Jacobson ("Goldregen", "Mifune") inszenierte mit diesem Werk einen der besten Kinderfilme überhaupt. Mit Spannung und intensiven Bildern belebt er jene düsteren Jahre erneut. Dabei schildert er die Geschichte konsequent aus der Sicht des Jungen und schafft es dadurch, nicht nur das junge Publikum für sich einzunehmen. Ein außergewöhnliches Werk!