Im Paris des Jahres 1942 freut sich der elfjährige Joseph wie alle Kinder auf die Sommerferien. Doch in diesem Jahr läuft alles anders. Denn Joseph ist das Kind von Juden, die auch in Paris mehr und mehr mit harten Restriktionen leben müssen und ihrer Rechte beraubt werden. Am Morgen des 16. Juli 1942 schließlich werden die jüdischen Familien verhaftet und zunächst in eine Radsportarena verfrachtet ...

Endlich ein Film aus Frankreich, der bewegend zeigt, dass die Nazis auch in Frankreich bereitwillige Helfer hatten. So wird das dunkle Kapitel europäischer Geschichte hier von einer bislang wenig bekannten Seite beleuchtet. Als Aufhänger diente das authentische Schicksal von Joseph Weismann, der die Gräuel überlebte. Allerdings kann sich die Regisseurin Rose Bosch nicht wirklich entscheiden, wessen Geschichte sie nun erzählen will: die der jüdischen Familie, der couragierten Rotkreuzschwester oder des jüdischen Arztes. Hier wäre etwas weniger zwecks Verdichtung definitiv mehr gewesen.



Foto: Constantin