Seit einem Unfall sitzt der 33-jährige Geirr im Rollstuhl und ist zum misanthropischen Fatalisten mutiert. So verlebt er seinen Tag lieber damit, Kriegsfilme zu schauen, Joints zu rauchen und mit seiner Knarre rumzuspielen, als sich mit seiner Freundin Ingvild zu befassen. Die allerdings hält das Leben mit Geirr kaum noch aus und erhofft sich von der Gruppentherapeutin Tori Hilfe. Mit einem Auto voll Vorzeige-Behinderter rückt Tori schließlich an. Doch Geirr hat das klebrig-zuckersüße Lächeln und die nervige Phrasendrescherei der Therapeutin schnell satt und das ganze Therapie-Experiment läuft bald aus dem Ruder...

Regisseur Bård Breien steht hier eindeutig auf der Seite seines Protagonisten, begegnet ebenso wie er der Welt mit bitterem Sarkasmus und schuf eine schwarze Komödie gegen heuchlerisches Sozialengagement und mit Hochhalte-Parolen für eine Welt mit Sex, Drugs & Rock-'n'-Roll. Doch trotz seiner Bissigkeit geht Breien manchmal einen Tick zu weit und lässt sich auch inszenatorisch zu wenig einfallen. Dennoch: für Freunde des skandinavischen Negativismus ein Muss.

Foto: Kool