Nach dem Fall der Mauer reagiert Schriftstellerin Hanna Flanders irritiert. Als überzeugte 68erin hat sie die DDR immer für den besseren Teil Deutschlands gehalten. Kurzentschlossen zieht sie nach Berlin, um hier einen Neuanfang zu wagen. Doch Hanna merkt bald, dass sie die Gesellschaft rasant verändert und sie bereits den Anschluss verpasst hat. So steuert sie auf eine persönliche Katastrophe zu ...

Nach den Milieu-Streifen "Silvester Countdown" und "Gierig" präsentiert sich Oskar Roehler hier völlig anders: Er verarbeitet hier die Geschichte seiner Mutter Gisela Elsner - brillant gespielt von Hannelore Elsner, die nicht mit der Schriftstellerin verwandt ist - und entwickelt dabei in faszinierender Schwarz-Weiß-Fotografie ein bemerkenswertes Psychogramm einer Frau, die am Zwiespalt zwischen Selbstverwirklichung und gesellschaftlicher Realität zerbricht. Das kleine Fernsehspiel, geht als deutscher Beitrag in das Rennen um den Oscar 2001 für den besten nichtenglischsprachigen Film.

Foto: Advanced (Filmwelt)