Die Zahnarzthelferin Juliane - wenig erfolgreiche Autorin Herz erweichender Liebesromane - hat die Trennung von ihrem Verlobten noch nicht verwunden, als sie in der Praxis ihres Onkels dem charmanten Schweizer Arzt Jean, der ihr augenblicklich als der perfekte Mann erscheint, und seinem ruppigem Freund "Büffel" begegnet. Leider kann sie ihrem Traummann nicht näherkommen, denn Jean kehrt gleich wieder in die Schweiz zurück. Und so verarbeitet Juliane ihre stürmischen Gefühle in einem Roman, der ein Hit wird. Eine Filmproduktion erwirbt die Rechte, und der Regisseur ist ausgerechnet - Büffel. Als dieser sie über die Weihnachtstage in die Schweiz einlädt, wittert Juliane die große Chance, Jean zu treffen. Doch das freudige Wiedersehen mit ihrem "Mr. Right" beschert Juliane mehr als eine Überraschung ...

1957 drehte Helmut Käutner mit Liselotte Pulver und Filmlegende Bernhard Wicki die muntere, wenn auch recht banale Komödie "Die Zürcher Verlobung". 50 Jahre später nahm sich Regisseur Stephan Meyer ("Die achte Todsünde: Gespensterjagd", "Tatort - Mörderspiele") mit durchgehend guter Besetzung erneut des Stoffes an, der auf dem gleichnamigen Roman von Barbara Noack beruht, der 1955 ein Bestseller war. Mit einigen ironischen Spitzen gegen die Film- und Fernsehindustrie garniert, verlegte Meyer den harmlosen Stoff in die heutige Zeit. In einem Gastauftritt zu sehen: Liselotte Pulver.

Foto: HR/Degeto/Duri Mayer