Die Cousinen Charlotte und Delia leben im Haus ihrer Großmutter. Delia hat sich entschlossen, ihre Verlobung mit dem charmanten, aber extrem unzuverlässigen Clem Spender zugunsten einer Vernunftehe mit dem reichen Jim Ralston abzusagen. Am Tag nach Delias Hochzeit meldet Clem sich zur Armee und stirbt kurz darauf auf einem Schlachtfeld des Bürgerkriegs. Vier Jahre später leitet Charlotte ein Heim für Kriegswaisen, unter denen sie Tina - ihre und Clems Tochter - versteckt. Sie hat das Kind heimlich zur Welt gebracht und ist fest entschlossen, es niemals mit der Schande der Unehelichkeit zu konfrontieren.

Edmund Goulding inszenierte diese gelungene Chronik um Liebe und Hass, angesiedelt in den Sechzigerjahren des 19. Jahrhunderts. Als Grundlage diente das mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnete Bühnenstück von Zoe Atkins. Bette Davis und Miriam Hopkins brillieren in den Rollen der beiden Cousinen, die sich in den gleichen Mann verlieben. Eigentlich war Humphrey Bogart für die Rolle des Clem Spender vorgesehen, doch nach nur vier Drehtagen warf er das Handtuch und George Brent sprang für ihn ein. Brent und Davis spielten übrigens noch in zwei weiteren Filmen unter der Regie von Edmund Goulding: "Opfer einer großen Liebe" (1939), der Bette Davis eine Oscar-Nominierung einbrachte, und "Die große Lüge" (1941).

Foto: RBB/Degeto