Russland zur Zeit der Zaren: Der Arzt und Dichter Jurij Schiwago heiratet die fürsorgliche Aristokratin Tonja. Doch im Ersten Weltkrieg trifft er an der Front seine Jugendliebe Lara als Krankenschwester wieder, die mit dem Revoluzzer Pascha liiert ist. Schiwago kehrt zu seiner Familie zurück und beginnt - inspiriert von seinem Treffen mit Lara - wieder mit dem Schreiben. In den Wirren der Oktoberrevolution flieht Schiwago samt Familie auf ein Gut im Ural, wo er erneut auf Lara trifft ...

Die wilde Lebens- und Liebesgeschichte des titelnden Arztes dient hier als Aufhänger für einen beeindruckenden Monumentalfilm, der seine visuelle Kraft allerdings nur im Kino ganz entfaltet. Das Ganze ist zwar eine Aneinanderreihung schwülstiger Bilder, aber die sind lyrisch wie dramatisch von erlesener Qualität. So hat dieser mit fünf Oscars ausgezeichnete Klassiker nach dem Roman des Nobelpreisträgers Boris Pasternak einen enorm hohen Unterhaltungswert. 2003 wagte Giacomo Campiotti ein durchaus gelungenes, zweiteiliges Doktor Schiwago mit Alexandra Maria Lara in der Chaplin-Rolle.

Foto: MGM