Die 16-jährige Alice macht sich selbst zur Zuschauerin ihrer Verstörung über die erwachende Sexualität. Schwankend zwischen Lust und Scham, dem Erkunden des eigenen Begehrens und dem Zurückschrecken davor, verbringt sie die großen Ferien bei ihren Eltern in der Provinz. In der erstickenden Atmosphäre zwischen einem vulgären Vater und einer hysterischen Mutter scheint für das Mädchen plötzlich alles mit Sexualität zu tun zu haben ...

Kühl und beobachtend schildert Regisseurin Catherine Breillat den Wandel der 16-jährigen Alice vom Kind zur Frau. Ein Mädchen am Ende der Pubertät, einer Zeit, in der das Begehren erwacht: derb und nahezu animalisch. Dargestellt wird Alice nicht als Objekt der Lust, sondern auf der Suche nach ihrer eigenen Lust. Wegen der expliziten Darstellung von Sexualität wurde "Ein Mädchen" verboten und kam in Frankreich erst im Jahr 2000 in die Kinos.