Obwohl Doug und Abi McLeod kurz vor der Scheidung stehen, fahren sie mit ihren drei Kindern in die schottischen Highlands. Dort nämlich wohnen Dougs Eltern und der 75. Geburtstag des Vaters Gordie steht bevor.

Sie wollen den Eltern eine heile Familie vorspielen, damit das große Fest und das dazugehörige Familientreffen nicht gefährdet werden. Das allerdings erweist sich schwerer als gedacht, zumal man nicht sicher ist, ob die Kinder wirklich mitspielen können. Denn den quirligen Kids steht durchaus der Sinn nach Sabotage.

Außerdem erweist sich Gordie als überaus scharfsinniger Beobachter. Als die drei Sprösslinge mit Opa Gordie an einen Strand fahren, stirbt der eigenwillige Alte unerwartet. Dadurch haben nicht nur die Kinder ein Problem ...

Hektik, Chaos und Turbulenzen

Wie etwa Jodie Fosters "Familienfest und andere Schwierigkeiten" sezieren auch das Autoren- und Regie-Duo Andy Hamilton und Guy Jenkin (in ihrer Heimat gelten die beiden als Sitcom-Spezialisten) in dieser schottischen Variante die Hektik und das Chaos rund um die Turbulenzen einer großen Familienfeier.

Mit einer Menge pointierten Szenen, einer gehörigen Portion sentimentaler Tragik und durchweg guten Darstellern - vor allem die drei Kinder sind exzellent -, gelang es den Regiedebütanten, eine warmherzige Familienkomödie mit neurotischen (Ben Miller glänzt als Dougs Bruder Gavin), kauzigen (hervorragend: Billy Connolly als Opa), witzigen und liebevollen Figuren.

Ein paar Leerläufe und wenige holprige Momente schmälern das Vergnügen nur geringfügig. Aber man muss sich fragen, wer sich die dämlichen deutschen Titel immer ausdenkt, denn im Original heißt der Film schlicht: "Was wir während unserer Ferien gemacht haben".