Die etwas melancholisch dreinblickenden Scherzartikelverkäufer Sam und Jonathan haben so ihre Schwierigkeiten, ihr arg reduziertes Programm (Vampirzähne, Lachsack und doofe Monstermaske) an den Mann zu bringen. Eigentlich wollen sie Freude verbreiten, doch schieben ob der schlechten Konjunktur nur Frust. Hinzu kommt ihr nicht vorhandenes Verkaufstalent.

Derweil bekommt ein Mann beim Versuch, eine Flasche zu entkorken einen Herzinfarkt, eine Sterbende will ihre Tasche mit in den Tod nehmen, ein Kapitän betreibt einen Frisiersalon, eine Flamencolehrerin begehrt einen ihrer Schüler, junge Matrosen können ihre Drinks in einer Kneipe bezahlen, indem sie die hinkende Wirtin küssen, eine marodierende Armee aus dem 18. Jahrhundert taucht in einer modernen Kneipe auf ...

Episodenhaftes Absurditätenkabinett

Regisseur Roy Andersson ("Songs from the Second Floor","Das jüngste Gewitter") ist durchaus für seine Skurrilitäten bekannt. Doch in diesem episodenhaften Absurditätenkabinett übertreibt er es etwas. Hier war es wohl oberstes Gebot, arg stilisierte Bilder über jeden Inhalt bzw. Sinn zu stellen.

So hat man es mit einer weitestgehend zusammenhanglosen Aneinanderreihung lakonisch-trister, maximal zum schmunzeln anregender Geschichtchen und Sketchen zu tun, die leider über weite Strecken eher langweilen als unterhalten.

Aufdringliches Anderseinwollen

Die Jury der Filmfestspiele von Venedig hat dieses Werk zum Gewinner gekürt. Vermutlich mochten sie den märchenhaften Charakter, ebenso wie das allzu aufdringliche Anderseinwollen. Gute Kinounterhaltung indes ist dies nicht - höchstens extrem andere!