Seit frühester Kindheit sind die Schwestern Claire und Rita Rivalinnen um die Gunst ihrer Mutter. Dies gipfelt darin, dass Claire als Sechsjährige - sie versteckt sich während einer Geburtstagsfeier im Wäschetrockner - durch Ritas Hand ein Fuß verliert und außerdem gelähmt ist. Claire ist fortan an den Rollstuhl gefesselt, und Rita muss mit ständigen Schuldgefühlen leben. Als Claire viele Jahre später aus Israel in ihre Heimat zurückkehrt, lebt Rita offenbar alleine in dem verwahrlosten Elternhaus. Was keiner weiß: Die Mutter ist bereits vor einiger Zeit verstorben. Kurz vor dem Tod der alten Dame hat Rita nämlich zufällig erfahren, dass ihre Mutter das Testament geändert und sie enterbt hat. Nun versucht Rita mit allen Mitteln, ihre jüngere Schwester schnell wieder los zu werden. Ein Zweikampf auf Leben und Tod entbrennt...

Was Regisseur Oskar Röhler ("Die Unberührbare") hier inszeniert hat, ist Schund der untersten Schublade. Mit Elementen aus Horrorfilm-Klassikern wie "Psycho", "Was geschah wirklich mit Baby Jane?" und "Wiegenlied für eine Leiche" schuf er ein Zwei-Personen-Stück, das Hannelore Elsner als durchgeknallte, schrille Punk-Oma und Iris Berben als stilles hilflosen Mäuschen präsentiert. Hinzu kommt die widerliche Inszenieruung, die nicht vor albernen und völlig überzogenen Spletter-Szenen zurückschreckt. Wem das nicht reicht, der darf sich an der tumben Story laben. Dass Schauspieler es imposant finden ("Ungehorsam, peinlich oder albern zu sein fällt nicht nur leichter, wenn man älter ist, es macht auch Spaß.", Iris Berben), einmal richtig deftig aufzuspielen, ist ja noch verständlich, aber man wundert sich, dass einige Kritiker dieses üble Machwerk auch noch in den Himmel loben..