Rainer Werner Fassbinder, Werner Herzog und Wim Wenders. Drei Regisseure, deren Namen für den Aufbruch des westdeutschen Kinos aus der jahrzehntelangen Bedeutungslosigkeit der Nachkriegszeit stehen. Mit Filmen wie "Angst essen Seele auf", "Jeder für sich und Gott gegen alle" oder "Im Lauf der Zeit" begann ab 1970 eine Blütezeit des deutschen Films, die weltweit Aufsehen erregte. Zum ersten Mal seit der goldenen Ära des Expressionismus in den 1920er Jahren gab es wieder deutsche Filmemacher, deren Arbeiten international Beachtung und Anerkennung fanden. Maßgeblich mitverantwortlich für diesen Aufbruch war der Filmverlag der Autoren – eine Produktions- und Verleihgenossenschaft, die im April 1971 von 13 Filmemachern in München gegründet wurde ...

Das Filemacher-Duo Dominik Wessely und Rainer Kölmel ("Die Unzerbrechlichen") beschreiben die Aufbruchstimmung unter den deutschen Filmemachern in jenen Jahren und die Gründung des "Filmverlags der Autoren". Innerhalb weniger Jahre wurde aus dem Filmverlag die wichtigste Plattform einer ganzen Generation von deutschen Filmemachern. Heute ist klar: Ohne den Filmverlag der Autoren könnte die Geschichte des neuen deutschen Films nicht geschrieben werden. Mit Zeitzeugnissen, Interviews und Filmausschnitten bietet der Film nicht nur eine Begegnung mit Filmen aus der damaligen Zeit, sondern macht deutlich, wie spannend die Zeit war und welche Bedeutung das Gravitationszentrum "Filmverlag der Autoren" für den Neuen Deutschen Film hatte.

Foto: Kinowelt