Österreich im Sommer des Jahres 2001: In der March-Au im Grenzgebiet zur Slowakei betreiben der Au-Fischer Hans und seine Frau Jana eine einsam gelegenes Wirtshaus, das vorwiegend von Wanderern besucht wird. Oder aber von den umliegenden Grenzwächtern, die von den in der Nähe liegenden Wachtürmen die Gegend beobachten. Auch der 20-jährige Ronnie gehört zu ihnen. Der erhält von seinem Vorgesetzten den Auftrag, der Wirtsfrau Jana Avancen zu machen und dabei auszuspionieren, da das Bundesheer dem Ehepaar beweisen will, dass es illegal Fluchthilfe leistet. Doch schon bald ahnt Hans, dass Ronnie auf seine Frau angesetzt wurde und rät dieser, zum Schein auf Ronnie einzugehen. Was er nicht ahnt: Schon bald kommen sich Jana und Ronnie tatsächlich näher ...

Frei nach dem 1914 erstmals aufgeführten Theaterstück "Der Weibsteufel" des österreichischen Schriftstellers und Arztes Karl Schönherr (1867-1943) inszenierte Regisseur Florian Flicker ("Suzie Washington", "Der Überfall") diese Dreiecksgeschichte um Liebe, Leidenschaft, Verrat und Verbrechen. Vor der Kulisse der düsteren Auenlandschaft recht minimalistisch in Szene gesetzt, überzeugen nicht nur die Bilder von Kameramann Martin Gschlacht, sondern auch die drei Protagonisten mit ihrem gelungenem Spiel. Also Lohn gab es 2013 den Österreichischen Filmpreis für Flicker (bestes Drehbuch), Eva Jantschitsch (beszte Musik) und Gschlacht. Hauptdarstellerin Andrea Wenzl ("Die Vaterlosen", "Zappelphilipp) war im gleichen Jahr für die Romy als beliebteste Schauspielerin nominiert.



Foto: Thimfilm