1631. Die knabenhafte Gustl Leubelfing ist eine glühende Verehrerin des Schwedenkönigs Gustav Adolf. Mutterlos an der Seite ihres Vaters im Heerlager aufgewachsen ist sie ein wahrer Wildfang, der lieber auf dem Rücken eines Pferdes galoppiert, als sich um Haushalt und Küche zu kümmern. Seit dem Tod ihres Vaters lebt sie im Hause ihres Onkels, des Bürgermeisters von Nürnberg. Als die schwedische Majestät zu Besuch kommt, nutzt Gustl ihre Chance und verdingt sich, verkleidet als ihr ängstlicher Neffe Anton, als Gustav Adolfs Page. Als ihre wahre Identität entdeckt wird, nutzen die Feinde des Königs ihr Wissen für eine Intrige ...

Regisseur Rolf Hansen, der mit seinem Hauptdarsteller Curd Jürgens fünf Jahre zuvor schon "Teufel in Seide" gedreht hatte, inszenierte diese konventionell erzählte und gespielte Komödie, die zwischen historischem Drama und ironischer Collage schwankt, mit der jungen Liselotte Pulver. Jürgens macht seine Rolle hier einmal mehr zu einer Curd-Jürgens-Figur: extravagant, ironisch bis zynisch, aber auch aufregend.

Foto: Kinowelt