Als Hacker bezeichnet der Duden eine Person, die "sich unberechtigt Zugang zu fremden Computersystemen zu verschaffen sucht". Denn Computer und Internet sind angreifbar, Hacker zeigen immer wieder, auf welch dünnem Eis wir uns bewegen. Häufig arbeiten sie mithilfe von "Würmern" und "Trojanern", die die Computer ihrer Gegner oder Opfer knacken sollen. Dreist und unbemerkt dringen sie dann in Unternehmen ein oder auf Privatkonten ein und richten Schäden in Milliardenhöhe an. Doch es gibt auch Hacker, die ihr Wissen nutzen, um auf Sicherheitslücken aufmerksam zu machen. Waren sie anfangs als böse Hacker - teils sogar als kriminell - verschrien, legen Entscheidungsträger heute wert auf ihre Expertisen. Und so mancher ehemaliger Hacker ist heute selbst Chef eines florierenden Unternehmens, das Sicherheitsdienste für das Netz anbietet.

Der Hacker als ambivalentes Wesen. Einerseits für sein Spezialwissen gefürchtet und verfolgt, verdient die IT-Sicherheitsindustrie Milliarden mit Hackern und der von ihnen ausgehenden Internetgefahr. Zugleich werden fähige Hacker von der Industrie angeworben, um Sicherheits-Software, Anti-Viren-Programme und sichere Firewalls zu entwickeln, die das Netz vor Viren, Würmern und anderen gefährlichen Aktivitäten schützen sollen. Alexander Biedermann stellt in seinem Dokumentarfilm fünf Personen vor, die zu unterschiedlichen Generationen von Hackern gehören und dem Zuschauer einen detailreichen Einblick in die Szene und die Beweggründe ihrer Protagonisten gibt.



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