Elf Jahre ist es her, da gelang dem gefährlichen Serienkiller Hannibal Lecter die Flucht aus dem Knast. Jetzt fristet er als Kunst-Signore in Florenz sein Dasein. Doch ein ortsansässiger Polizist erkennt ihn und wittert das große Geld. Denn ein Mulitmillionär, einst Opfer von Lecters kannibalischen Spielchen, sinnt seither auf Rache. Er zahlt gutes Geld, um Lecter lebend zu fassen. Denn er will sehen, wie der von Schweinen zerfressen wird. Allerdings ist auch FBI-Agentin Clarice Starling nicht ganz untätig ...

Von Jonathan Demmes fünffachen Oscar-Gewinner "Das Schweigen der Lämmer" ist hier nicht viel übrig geblieben. Hier lautet die Devise nicht Thrill sondern Ekel. So badet Regisseur Ridley Scott lediglich in widerlichen Momenten und versteht es in keiner Minute Spannung zu erzeugen. Anthony Hopkins zum zweiten Mal als Lecter - vorher spielte ihn Brian Cox in "Blutmond" - tut hier nicht mehr als nötig. Außerdem ist die Rolle des Hannibal Lecter hier eher als die eines sympathischen Menschen mit den Manieren alter Schule angelegt. Denn er tötet nur Fiese und hilft gar Clarice Starling. So ist dies auch moralisch höchst bedenklich und veranlasst eher zum Nachahmen, denn zum Gruseln. Jodie Foster wusste wohl, warum sie diesen Film nicht machen wollte - trotz einer 20 Millionen Dollar-Gage. Ebenso wie Demme, der sich nicht breitschlagen ließ. Einfach widerlich!

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