Nach 16 Jahren wird der Gangster Harms aus dem Knast entlassen. Nach dem Wiedersehen mit seinen alten Freunden bietet sich schon bald der nächste große Coup an. Mit Hilfe eines Ex-Vorstandes der Bundesbank soll Harms das Bankhaus um bis zu 100 Millionen Euro erleichtern. Zusammen mit seinen alten Kumpeln plant Harms den riesigen Fischzug, der dann allerdings aus dem Ruder läuft ...

Ein harter und spannender Mix aus Gangsterfilm und Drama des vor allem als TV-Regisseur bekannten Nicolai Müllerschön ("Almuth und Rita", "Hochzeiten"). Mit Top-Besetzung nach eigenem - nicht immer klischeefreien - Buch gradlinig-schnörkellos in Szene gesetzt, gibt Ko-Produzent Heiner Lauterbach hier gekonnt den knallharten wie wortkargen Unterweltler, der nicht grundlos voller Misstrauen durchs Leben geht und für den der Ehrenkodex seiner Zunft alles bedeutet. Ohne Filmförderung mit knappen Mitteln finanziert, ist "Harms" endlich wieder einmal ein Gangsterfilm aus Deutschland, der zwar keinen Vorbild-Charakter für das hierzulande vernachlässigte Genre hat, aber trotzdem ob seiner Eigenständigkeit und Kompromisslosigkeit überzeugt.



Foto: Kinostar