Frührentner Anton Franzen hat einen Hass auf Ärzte, Krankenhäuser und das gesamte Gesundheitswesen, seit seine Frau Elsa vor vier Jahren an Krebs gestorben ist. Der ehemalige Phantombildzeichner lebt seitdem allein und wird immer kauziger und schwieriger im Umgang mit seinen Mitmenschen. Nur zu seinem Enkel Jens, unehelicher Sohn seiner einzigen Tochter Jenny, ist er nett. Zur Tochter ist das Verhältnis äußerst angespannt und voller unausgesprochener Vorwürfe. Als eine Herzattacke Anton an seinem 60. Geburtstag niederzwingt, erwacht er dort, wo er niemals hin wollte - in einem Krankenhaus! Einziger Lichtblick dort ist die schlagfertige kroatische Krankenschwester Mirjana. Doch dummerweise läuft da was zwischen der Schwester und Antons behandelndem Arzt Dr. Borsche ...

Regisseur Thomas Nennstiel wandelt in dieser gut besetzten Komödie auf den Spuren seines Films "Der Stinkstiefel". Ebenso wie in dem genannten Genrewerk erzählt er hier die Geschichte eines Ekels, das durch die Liebe doch noch zu einem erträglichen Menschen wird. Peter Sattmann spielt diese Rolle zwar nicht ganz so gekonnt wie "Stinkstiefel" Lansink, doch amüsant ist diese allemal. Neben Mariele Millowitsch als kroatische Krankenschwester ist hier die iranisch-stämmige Darstellerin Proschat Madani ("Tatort - Familienaufstellung", "Das zweite Leben", "Indien") zu sehen, die "Stinkstiefel" Lansink so überzeugend zum besseren Menschen machte.



Foto: ZDF/Stefan Erhard