Die selbstbewusste Elena Leonardi führt seit der Trennung von ihrem Mann Leonardo in der Toskana einen echten Frauenhaushalt. Mit ihren Töchtern Franca und Malvina, der jungen Martina, Tochter ihrer in Rom lebenden Schwester Claudia, sowie ihrer Haushälterin Fosca und deren Tochter lebt Elena auf einem Landgut. Der einzige Mann im Haus ist der leicht verwirrte Onkel Gugo. Als eines Tages Leonardo auftaucht, droht das harmonische Leben aus den Fugen zu geraten. Leonardo braucht Geld, Elena lässt ihn jedoch abblitzen. Auf dem Rückweg nach Rom kommt Leonardo ums Leben. Vor allem Franca und Malvina sind bestürzt über den Tod ihres Vaters. In ihrer Trauer geben sie ihrer Mutter die Schuld...

Der 1915 im toskanischen Lucca geborene Komödienmeister Mario Monicelli ("Dieb aus Leidenschaft", "Reise mit Anita", "Stille Nacht, tödliche Nacht") drehte mit mit der hervorragend besetzten Genrearbeit "Hoffen wir, dass es ein Mädchen wird" einmal mehr einen berührenden Mix aus Humor und Melancholie. Sein charmanter "Frauenfilm" lebt dabei besonders von dem Wechselspiel der ungleichen Schwestern Elena und Claudia alias Liv Ullmann und Catherine Deneuve. Monicellis Regiearbeit erhielt 1986 nicht weniger als sieben David di Donatello Awards, darunter auch einen für den großen französischen Charaktermimen Bernard Blier (1916-1989), der in einer Altersrolle als durchgeknallter Onkel Gugo glänzt.

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