Nachdem ihr Mann offenbar den Freitod wählte, findet sich zur Trauerfeier die Familie von Violet bei der Matriarchin ein. Doch nicht nur durch Violets Zynismus und Tablettensucht brechen bald verdrängte Familienkonflikte auf. Ihre drei Töchter Barbara, Karen und Ivy könnten unterschiedlicher nicht sein. Doch auch deren Leben sind alles andere als rosig: Barbara steht vor der Trennung von ihrem Mann, Karen hat sich einen Verheirateten geangelt und Ivy liebt ihren Cousin, von dem sich auch noch herausstellt, dass es ihr Halbbruder ist ...

Basierend auf dem gleichnamigen, pulitzerpreisgekrönten Theaterstück von Tracy Letts inszenierte John Wells ("Emergency Room", "Shameless", "Company Men") mit einem grandiosen Starensemble ein packendes Familiendrama über Lügen, Geheimnisse, Drogensucht und den ganz normalen Wahnsinn. Lediglich Meryl Streep schien hier häufiger das Bedürfnis zu haben, alle anderen an die Wand spielen zu wollen. Obwohl Autor Letts selbst das Drehbuch lieferte, hat Regisseur Wells mit der Umsetzung ab und an Schwierigkeiten. Es entsteht oft der Eindruck, als sei das Ganze als TV-Mehrteiler angelegt. Denn einige Szenen werden recht abrupt beendet. Für die filmischen Unebenheiten entschädigt aber das starke Staraufgebot.



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