In einem Sommerhaus in Frankreich kommt es zu Turbulenzen: Der unbeschwerte Alltag von Matthias (Sebastian Fräsdorf) und dessen Freundin Camille (Alice Pehlivanyan) wird gestört, als Matthias' Bruder David (Godehard Giese) verfrüht dort eintrifft, um mit seiner Gattin Lena (Karin Hanczewski) zu entspannen.

Die Geschwister verfolgen gegensätzliche Lebensziele und sind auch charakterlich ziemlich verschieden. Während der zumeist ausgeglichene Sebastian sein chilliges Leben ohne Arbeit und mit dem Geld des Vaters finanziert, macht der dominante David bei einer Bank Karriere. Schnell liegen sich alle Beteiligten in den Haaren.

Talent erkennbar, aber zu viele Vorbilder

Der Wiesbadener Schauspieler Tom Sommerlatte legt mit der Tragikomödie ein beachtenswertes Regie-Debüt vor, in dem deutsche Gründlichkeit auf französische Leichtigkeit trifft. Inhaltlich gelingt ihm nicht viel Neues, die Konstellation und auch die daraus resultierenden Konflikte wurden gerade im französischen Kino oft genug und schon besser behandelt.

Zugutehalten muss man Sommerlatte, dass er nicht den Fehler begeht, alles auf die Spitze treiben zu wollen und sich stattdessen sogar dagegen sträubt, die Konflikte in allgemeines Wohlgefallen aufzulösen. Potenzial ist bei Sommerlatte, der selbst auch das Drehbuch verfasste, also definitiv vorhanden.

Vielleicht überrascht er in Zukunft ja mit einer originelleren Geschichte - aus der Feder eines anderen? Zu wünschen wäre es ihm.

Sehen Sie hier den Trailer zu "Im Sommer wohnt er unten":