Eine Familie wie aus dem Bilderbuch: Brad Cairn und seine Frau Abby haben soeben erneut Nachwuchs bekommen, stolz posieren die beiden mit ihrem neunjährigem Sohn Joshua und Baby Lily. Auch geschäftlich läuft alles rund, Vater Brad ist ein angesehener Banker an der New Yorker Wallstreet. Noch dazu ist Joshua ein musikalisch hochbegabtes Kind, dass seinen Eltern viel Freude macht. Allerdings bekommt die Familienidylle bald erste Risse, als sich Lily als nicht zu tröstender Schreihals entpuppt. Für Mutter Abby bricht eine Welt zusammen, denn diese Erfahrungen durfte sie bereits mit Joshua machen. Der allerdings gibt sich ungewöhnlich gelassen, doch in Wirklichkeit schmiedet er bereits einen Plan...

Der spannungsgeladene Thriller mit Horrorfilm-Elementen ist das gelungene Kinofilm-Debüt von George Ratliff, der hier ein von vielen Eltern gefürchtetes Thema anschneidet: das sich das erstgeborene Kind nach der Geburt des zweiten zurückgesetzt fühlt. So geht es dem introvertierten Joshua, glänzend verkörpert von dem 1995 geborenen Nachwuchstalent Jacob Kogan. Ebenso überzeugend agieren Sam Rockwell und Vera Farmiga in der Rolle der gestressten und der Verzweiflung nahen Eltern, die nicht mehr wissen, wie sie mit der ständig eskalierenden Situation umgehen sollen. Für die brillanten Bilder wurde Kameramann Benoît Debie 2007 auf dem Sundance Film Festival als bester Kameramann ausgezeichnet. Kinoliebhaber werden sich bei "Joshua" an Klassiker wie "Rosemaries Baby", "Der Exorzist" oder "Das Omen" erinnert fühlen.

Foto: 20th Century Fox