Der letzte Film der sogenannten "Straßenfeger-Trilogie": In den nächtlichen Straßen von Leipzig räumen Straßenkehrer weg, was keiner mehr braucht. Das war 1990, als in der DDR Endzeitstimmung herrschte. Seinerzeit arbeiteten Gabi, Henry, Stefan und Marlen als Gelegenheitsarbeiter der Stadtreinigung. 2006 - Stefan und Marlen sind inzwischen schon verstorben - schlägt sich Gabi durch ihr trauriges Leben und ihre nun erwachsenen Kinder stehen vor den Realitäten ihrer eigenen Kindheit. Henry und Marion haben sich eingerichtet. Die Enkelgeneration ist bereits in Pflegefamilien untergekommen.

Bereits 1990 drehte Dokumentarfilmer Gerd Kroske ("Der Boxprinz", "Autobahn Ost") mit dem 30-minütigen "Kehraus" den ersten Film über eine Gruppe von Menschen in Leipzig, 1997 folgte mit dem 70-minütigen "Kehrein, Kehraus" der zweite Teil der Trilogie, in dem keiner der Protagonisten mehr die Straßen fegte und alle nur zwischen Sozialamt, Kneipe und Behausung pendelten. 2006 schließlich drehte Kroske mit "Kehraus, wieder" den 100-minütigen letzten Teil, in dem er einmal mehr seine noch lebenden Protagonisten begleitete. Kroske zu seinem Film: "Der Film ist eine 'unbeabsichtigte' – nie tatsächlich vorgehabte – Langzeitbeobachtung geworden, da ich mir mit jedem Film einen glücklichen Ausgang wünschte. Die Wirklichkeit hat in 16 Jahren diesen Stoff produziert."

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