Boulevardreporter Ludo hat bei einer Geschichte derart übertrieben, dass er vom Gericht zu 300 Sozialstunden verdonnert wird. Die soll er ausgerechnet in dem Kinderhort absolvieren, der von der verklemmten Anna geleitet wird. Die wiederum kennt Ludo noch aus Kindertagen und konnte ihn schon damals nicht sonderlich leiden ...

Til Schweiger wollte sich offenbar nach "Barfuß" erneut als Regisseur beweisen. Doch das Ergebnis ist eine öde, weil stets vorhersehbare Beziehungskomödie. Lediglich Nora Tschirner als verklemmte Feministin kann etliche Lacher für sich verbuchen. Abgesehen von einigen witzigen Gags ist der Rest eher peinlich bis schlecht. Denn nimmt man Schweiger den großmäuligen Macho noch ab, glaubt man den Wandel zum verantwortungsbewussten Mann in keiner Minute. Dem Publikum war es offenbar egal: In den deutschen Kinos spielte das Werk über 40 Millionen Euro ein. Zwei Jahre kam mit "Zweiohrküken" die Fortsetzung in die Kinos.

Foto: Warner