Amerika, 1880: Gemeinsam mit seiner Tochter treibt Farmer "Pop" Jones eine große Rinderherde zu neuen Weideflächen nach Montana. Auf dem beschwerlichen Weg kommt es zu einem Überfall durch feindlich gesinnte Indianer, bei dem der alte Jones getötet wird. Wenig später muss seine Tochter erfahren, dass der skrupellose Rancher McCord mit den rebellischen Indianern unter einer Decke steckt und das Weideland ihres Vaters auf seinen Namen hat eintragen lassen. Mit Unterstützung des mysteriösen Revolverhelden Farrell und des friedliebenden Häuptlings-Sohns Colorados versucht sie, dem betrügerischen McCord das Handwerk zu legen ...

Der aus dem kanadischen Toronto stammende Regisseur Allan Dwan (1885-1981) drehte in seiner 50-jährigen Karriere unvorstellbare 433 (!) Filme, eines seiner bekanntesten Werke ist sicherlich das Stummfilmabenteuer "Die eiserne Maske". 1954 drehte Dwan mit Hollywood-Star Barbara Stanwyck diesen ungewöhnlichen Western, in dem sie sich als kämpferische Vertreterin des schwachen Geschlechts im von Männern dominierten Wilden Westen durchsetzen muss. Mit wunderbaren Naturbildern unterlegt, verkörpert der spätere US-Präsident Reagan hier wenig überzeugend und recht hölzern den Revolverhelden, der Stanwyck in ihrem Kampf unterstützt. Allerdings war Reagan nur zweite Wahl, zuvor hatte Robert Mitchum angesagt, dem das Drehbuch nicht gefallen hatte. Dwan drehte ein Jahr später mit der "Flucht nach Burma" einen weiteren Film mit der Stanwyck, die 1957 für eine ähnlich starke Frauenfigur in Samuel Fullers Western "Vierzig Gewehre" vor der Kamera stand.

Foto: ARD/Degeto