Seit Generationen befehden sich die Jungs der beiden französischen Dörfer Longverne und Velrans. Die Bande von Longverne führt in diesem Jahr Lebrac an. Sein Gegner ist Aztec. Für die bevorstehende Rauferei im nahegelegenen Wäldchen hat sich Lebrac eine besondere Schmach für die gefangenen Kämpfer Velrans ausgedacht: Anstatt sie zu verhauen, schneidet er ihnen die Knöpfe von Hemd und Jacke ab, reißt die Knopflöcher aus und schlitzt die Schuhbänder auf. Das garantiert ein Donnerwetter zu Hause. Doch schon beim nächsten Scharmützel ereilt Lebrac und seine Bande das gleiche Schicksal. Als sein Vater Lebrac mit den zerissenen Kleidern erwischt, prügelt er den Sohn windelweich. Deshalb ziehen nun die Longverner splitternackt in die Schlacht. Das Ergebnis: total zerkratzte Arme und Beine und eine schwere Erkältung ...

Yves Robert ("Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh") gelang ein wunderbares, zeitloses Kinderabenteuer über das wilde und freie Leben der Dorfjugend, welche sich seit Generationen in den Haaren liegt. Bemerkenswert: Noch im Februar 1988 (!) wurde die literarische Vorlage von Louis Pergaud aus Bayerns Schulen verbannt - auf Empfehlung des klerikal-reaktionären "Maria-Goretti-Kreises". Krieg der Knöpfe entstand unter der Regie von Christophe Barratier übrigens ein überaus sehenswertes Remake, das der Regisseur in die Kriegszeit verlegte.