In der verschneiten unwirtlichen Gegend des Dorfes Snow Hill regieren Hunger und Armut, weshalb immer mehr Leute zu Dieben werden. Der Friedensrichter und reiche Kaufmann Pollicut engagiert Männer, die bereit sind, seinen Besitz mit eiserner Waffengewalt zu verteidigen. Auf der Flucht vor den Kopfgeldjägern ziehen sich die Räuber immer mehr in die Berge zurück. Besonders Bounty Hunter Loco geht bei seiner Jagd auf die Armen mit ungeheurem Ehrgeiz zur Sache. Statt die Diebe lebend zu fangen, erschießt er sie lieber, denn Tote leisten bekanntlich keinen Widerstand. Und so stapeln sich bald die Leichenberge, die Loco per Postkutsche zum Sheriff kutschiert...

Der italienische Regisseur Sergio Corbucci galt schon zu seinen Lebzeiten als Spezialist für Spaghetti-Western. Bereits seine frühe Genre-Arbeit "Django" (1966, mit Franco Nero), die eine wahre Flut weiterer "Django"-Filme auslöste, wurde zum Klassiker. 1968 drehte Corbucci diesen harten und realistischen Western mit Starbesetzung - wohl einer seinen besten Filme. Klaus Kinski, der in einer Reihe von Italo-Western ("Für ein paar Dollar mehr") vor der Kamera stand, brilliert als sadistischer Kopfgeldjäger Loco, der die Armen - ohne mit der Wimper zu zucken - aus Lust am Töten niedermacht. Großartig auch die Kameraarbeit von Silvano Ippoliti.

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