Leo Katzenberger (Michael Degen, Foto, mit Franziska Petri) betreibt während der Weimarer Republik in Nürnberg ein Schuhgeschäft. Als die Nazis die Macht übernehmen, hat der jüdische Geschäftsmann bald unter den Schikanen der neuen Machthaber zu leiden. Schließlich vermietet Katzenberger der hübschen Fotografin Irene Scheffer ein Studio. Bald beginnt jedoch in der direkten Umgebung der kleinbürgerliche Tratsch, der zu einer üblen Verleumdung verkommt. Leo wird denunziert und nach einem üblen Gerichtsverfahren wegen Rassenschande zum Tode verurteilt.

Regisseur Joseph Vilsmaier ("Comedian Harmonists") taucht einmal mehr in die Zeit des Dritten Reiches und zeigt hier eine fast alltägliche Hinterhof-Geschichte. Die Story basiert auf einem wahren Fall: An Katzenberger wurde durch einen übereifrigen Nazi-Richter tatsächlich ein Exempel statuiert. Dank eines hervorragenden Darsteller-Ensembles kann man über die ein oder andere überdeutliche Studio-Szenerie hinwegsehen. Besonders stark: die Gerichtsszenen und Franziska Petri, die viel nackte Haut zeigt!

Foto: Odeon Film