Seit ihrem Erfolg in der politisch unkorrekten Komödie "Fack ju Göhte" (2013) sowie deren Fortsetzung, wird Jungdarstellerin Jella Haase zumeist mit ihrer dortigen Rolle, der Proll-Tussi Chantal, assoziiert.

Dass die Schauspielerin aber auch anders kann, bewies sie bereits in David Wnendts "Kriegerin", der im Neo-Nazi-Milieu spielt. Auch in "Looping", der ersten Regiearbeit von Leonie Krippendorff, zeigt Haase ein vielschichtiges Spiel.

Was ist die Welt?

Als 19-jährige Leila macht sie sich auf die Suche nach einem Weg aus der Einsamkeit. Denn obwohl sie in der kunterbunten Lichterwelt eines Rummelplatzes lebt, weiß sie nicht, wohin mit sich selbst. Dazu kommt noch, dass sie sich in ihre beste Freundin Sarah (Luisa-Céline Gaffron) verliebt hat. Schließlich wird dies alles zu viel, und Leila beschließt, sich in einer psychiatrischen Klinik Hilfe zu holen.

Dort taucht sie in eine vollkommen neue Welt ein - in der sie findet, was sie sucht. Ihre Mitpatientinnen Frenja (Lana Cooper) und Ann (Marie-Lou Sellem) werden bald zu Gefährtinnen, bei denen Leila sich sicher und geborgen fühlt. Jedoch wird sie nicht immer in dieser warmherzigen Umgebung bleiben können.

Sensible Ménage-à-trois

Ein Mädchen, das an einem Morgen im Park saß, brachte Leonie Krippendorff auf die Idee zu ihrem Film, der die Einsamkeit dreier verschiedener Frauen behandelt. Dabei stechen besonders die Atmosphäre des flüchtigen Idylls sowie die Beziehung der drei Hauptfiguren hervor, die mit wenig Worten auskommt.

Sehen Sie hier den Trailer zu "Looping":



Looping (Trailer) from Salzgeber & Co. Medien GmbH on Vimeo.