Die junge Berliner Fotografin Sophie reist nach Marseille, um Abstand von ihrem Alltag zu bekommen. Ziel- und planlos wandert sie forografierend durch die Hafenstadt, die sich im Februar recht kalt und schroff präsentiert. Durch Zufall lernt sie schließlich den Mechaniker Pierre kennen, mit dem sie einige glückliche Tage erlebt. Doch zurück in Berlin holt sie ihr Alltag und ihre unerfüllte Liebe zu dem Mann ihrer besten Freundin wieder ein. Sie reist ein zweites Mal nach Marseille...

Ein Drama von Angela Schanelec, das die Regisseurin nach ihrem eigenen Drehbuch inszenierte. Wie bereits in ihren Werken "Plätze in den Städten" (1998) und "Mein langsames Leben" (2000) dient Berlin als Ausgangspunkt für die Reisen ihrer Protagonisten ins eigene Ich. In "Plätze in den Städten" war es ein junges Mädchen, dass ihr Glück in Paris sucht, hier ist es nun Maren Eggert alias Sophie, die es nach Marseille treibt, um dort zu suchen, was sie in Berlin nicht findet: das Glück. Doch Schanelec gibt dem Zuschauer keine Inneneinsichten ihrer Figuren, man erfährt so gut wie gar nichts über sie, alles plätschert so dahin, am Ende weiss der Zuschauer nicht mehr als am Anfang.