Als Nesthäkchen genießt Max die ungeteilte Aufmerksamkeit seiner Lieben. Doch als ein neues Baby in die Familie kommt, soll der "Kleine" plötzlich als "großer Bruder" Verantwortung übernehmen. Wer braucht eigentlich Babys? Trotz der liebevollen Vorbereitung seiner Eltern ist Max die Sache mit der neuen kleinen Schwester von Anfang an nicht geheuer. Und richtig: als Mama und Papa Andersson mit der kleinen Isabelle zu Max und seinen beiden älteren Geschwistern nach Hause kommen, scheint das Ex-Nesthäkchen abgeschrieben. Alles dreht sich um den Neuankömmling! Um Max die Situation zu erleichtern, schenkt ihm die Familie zum Geburtstag anstatt des lang ersehnten, quirligen Hundes ausgerechnet eine Schildkröte. Das vermeidlich langweilige Kriechtier aber entpuppt sich im Umgang mit Max als sprachgewandter Unfriedenstifter, der keine Gelegenheit auslässt, um den eifersüchtigen Jungen gegen seine Eltern aufzubringen. Je enger das Verhältnis zwischen den beiden wird, desto schwärzer sieht Max die Zukunft mit seiner Familie. Als Max schließlich Reißaus nimmt, steuert die Familie auf eine Krise zu...

Eigentlich gilt Erik Leijonborg als ausgewiesener Krimi-Spezialist, inszenierte er doch 2005 gleich zwei Folgen der erfolgreichen Krimireihe "Håkan Nesser" ("Håkan Nesser - Das vierte Opfer", "Håkan Nesser - Moreno und das Schweigen"). Zwei Jahre zuvor drehte er diesen einfühlsam inszenierten Spaß für die ganze Familie nach einem Drehbuch von Lars Lundström, der ebenfalls eher der Krimiszene zuzurechnen ist und etwa das Buch für "Mankells Wallander - Ein Toter aus Afrika" mitverfasste. Literarischer Ausgangspunkt für "Max & Josef" ist vielmehr der Roman von Anders Jacobsson, der auch schon die Vorlage für den gelungenen Kinderfilm "Cooler Sommer" lieferte.