Als Thomas in einem Lastenaufzug aufwacht, weiß er nicht, wie er dorthin gelangt ist und kennt nicht einmal mehr seinen Namen. Der Aufzug bringt ihn an einen seltsamen Ort, indem viele weitere Teenager-Jungen ein archaisches Dasein führen. Der fast schon paradiesische Ort hat allerdings einen Haken. Ein riesiges, todbringendes Labyrinth umgibt den grünen Flecken Erde, den die Jungs "die Lichtung" nennen.

Von den Mitbewohnern erfährt Thomas schnell, wie er sich zu verhalten hat und welche Regeln er befolgen muss. Nachts von Albträumen geplagt, kann sich Thomas bald an seinen Namen erinnern, weiß aber ebenso wie seine Mitstreiter nicht, warum er hier ist. Nur eines weiß er: er will als "Läufer" das mysteriöse Labyrinth in der Hoffnung auf einen Ausweg erkunden. Als dann eines Tages ein Mädchen zu ihnen kommt, sind alle Jungs aus dem Häuschen ...

Andeutungen und Mutmaßungen

Mystery steht hoch im Kurs. Hätte man aus "Lost" nicht eine TV-Serie gemacht, wäre das Ergebnis für die Leinwand vermutlich ähnlich ausgefallen wie nun diese Irrgarten-Story, die sich ähnlich wie "Lost" nur in Andeutungen und Mutmaßungen ergießt, ohne wirklich aufzuklären.

Während Filme wie etwa der blutrünstige, aber dennoch faszinierende Streifen "The Cube", in dem Personen in einem todbringenden Würfel aufwachen und fortan um ihr Leben kämpfen müssen, eher ein erwachsenes Publikum ansprechen, geht es in "Maze Runner" wie auch bei ähnlich gelagerten Werken um Teenager und solche, die aus dem Stadium nicht herausgewachsen sind.

Nebulöse Story

Zu platt ist die nebulöse Story, zu gewöhnlich die Darsteller, zu wenig intelligent die Regie und zu banal die Auflösung. Regisseur Wes Ball dachte wohl, dass es reicht, sich einen Jugendbuch-Bestseller (in diesem Falle von James Dashner) vorzunehmen, zumal bei Erfolg gleich Fortsetzungen (es gibt zwei weitere Bände) möglich wären.