Das palästinensische Mädchen Miral wächst wohlbehütet im Osten Jerusalems auf und besucht dort das berühmte Dar-Al-Tifl-Institut. Die Lehrerin Hind fördert Miral ebenso wie ihr liebevoller Vater Jamal. Sie erziehen das Mädchen im Sinne der Menschlichkeit und Gewaltfreiheit. Doch als Erwachserne verliebt sich Miral in den Aktivisten Hani und gerät mehr und mehr in dessen Bann. Hind hingegen kämpft nun um Miral wie um eine Tochter ...

Vor den Hintergrund nicht enden wollender politischer Unruhen in Israel erzählt dieses eindrucksvolle, allerdings recht subjektiv gefärbte Porträt vom Leben einer Palästinenserin, die eigentlich – wie fast jede normale Frau - nur auf der Suche nach innerem Frieden und persönlichem Glück ist und an ihrer rauen Umwelt zu zerbrechen droht. Dank starker Darsteller und einer faszinierenden Fotografie wirkt das poetische Werk fast schon wie ein opulentes Gemälde, bei dem allerdings Gefühle, Geräusche und Bewegungen eine ebenso große Rolle spielen wie Farben und Licht. Regie führte der auch als Maler bekannte Julian Schnabel ("Before Night Falls"), der die Roman-Vorlage seiner Freundin Rula Jebreal in Szene setzte. In der Hauptrolle glänzt die Inderin Freida Pinto, die durch die weibliche Hauptrolle in Danny Boyles Oscar-Abräumer "Slumdog Millionär" (2008) über Nacht berühmt wurde.



Foto: Prokino