Nantucket: Auf der kleinen Insel vor der Ostküste der USA schlägt im Jahr 1850 das Herz des amerikanischen Walfangs. Seeleute, Händler und Harpuniere hoffen hier auf gute Geschäfte, auf eine Heuer - oder das große Abenteuer. So wie Ishmael, der inmitten des Trubels am Hafen ein Walfangschiff sucht, mit dem er in See stechen kann. Zusammen mit dem heimatlosen Jungen Pip und dem furchteinflößenden polynesischen Harpunier Queequeg heuert er auf der Pequod an, die unter dem Kommando des beinahe despotischen Kapitäns Ahab steht, ein erfahrener Seemann und Walfänger. Der hatte einst in einem Kampf mit dem gewaltigen weißen Pottwal Moby Dick ein Bein verloren. Nun ist er von dem Wahn getrieben, sich an dem sagenumwobenen Tier zu rächen ...

Herman Melvilles Meisterwerk von 1851 wurde bereits mehrfach verfilmt, man denke nur an den unvergessenen Gregory Peck in dem John Huston-Moby Dick oder Patrick Stewart in Frank Roddams Moby Dick. In dieser Neuverfilmung darf Oscar-Preisträger William Hurt als nach Rache dürstender Kapitän Ahab die Jagd auf den weißen Wal eröffnen. Regisseur Mike Barker ("Der Seewolf") zeigt den von Hass zerfressenen Ahab allerdings wesentlich menschlicher als die Vorgänger. Auch wenn dieses Abenteuer den John-Huston-Klassiker nicht ganz erreicht, bietet er gut gemachte Abenteuer-Unterhaltung mit stark aufspielenden Darstellern.

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