Paris 1919 zur die Zeit der Avantgarde: Während weite Teile Europas noch unter den Verlusten des Ersten Weltkriegs leiden, entsteht in Paris ein kunterbuntes Nachtleben. Die Künstlerszene trifft sich im Café La Rotonde. Dort begegnen, belustigen und streiten sich die zwei Malergenies Picasso und Modigliani. Während Picasso mit seinen Werken immer größere Erfolge feiert, leben Modigliani und seine Geliebte Jeanne Hébuterne in erdrückender Armut. Die Konkurrenz zwischen Picasso und Modigliani erreicht schließlich bei einem hoch dotierten Wettbewerb, der ein für alle Mal entscheiden soll, wer der bessere Künstler ist, ihren Höhepunkt ...

Eine von Mick Davis bildgewaltig in Szene gesetzte Biographie des legendären italienischen Zeichners, Malers und Bildhauers Amedeo Modigliani (1884-1920). Andy Garcia überzeugt in der Rolle des Malers, der erst nach seinem Tod zum Star wurde und sich Zeit seines Lebens gern als verwirrter junger Mann gab, der auf der Felskante über dem Abgrund tänzelte, zu viel trank und auch sonst im Leben nicht zurechtkam. Modigliani war tuberkulös von Kindheit an, hilfsbedürftig, mittellos und hübsch; äußerlich ein Typ wie später Marcello Mastroianni. Das alles zusammengenommen kam bei den Frauen von Paris blendend an, und die Nachwelt, die jedem ein Etikett aufpappt, notierte: "Er war der letzte echte Bohèmien!" Was schuf Modigliani? Gut wiedererkennbare Porträts seiner Liebschaften und Künstlerkollegen, dazu ein paar wie in Honig gebadete Akte und eine totenblasse "Große Nackte", alle stark stilisiert und vereinfacht, aber immer poetisch, dekorativ und stimmungsvoll. In der Rolle der Jeanne Hébuterne überzeugt einmal mehr die schöne Elsa Zylberstein ("Van Gogh", "So viele Jahre liebe ich dich").



Foto: ZDF/Cos Aelenei