Uli Steiger wechselt endgültig von der Bundeswehr zur Polizei, um fortan an der Seite Kommissar Papens Dienst zu tun. Doch schon ihr erster Tag wird zum Albtraum: Papen ist noch nicht da, als Uli die Einsatzleitung eines Banküberfalls übernehmen muss. Eine Frau mit einer Bombe um den Hals hat zwei Millionen erpresst und sitzt nun mit dem Koffer vor der Bank in der Schusslinie der Polizei. Die Frau behauptet, selbst Opfer zu sein, die Bombe habe man ihr angelegt. Wenn sie die Polizei nicht wie verlangt abziehen lässt, werde man sie in die Luft sprengen. Friedl Papen taucht auf, doch Uli Steiger scheint die Situation im Griff zu haben. Umso überraschender die Explosion. Und umso katastrophaler die Folgen: Sowohl die Frau mit der Bombe als auch Friedl Papen kommen ums Leben ...

Nach zwei "Tatort"-Episoden ("Tatort - Sterben für die Erben", "Tatort - Kassensturz") legte Regisseur Lars Montag mit diesem gesellschaftskritischen wie spannenden Krimi seine erste "Polizeiruf 110"-Episode vor. Eigentlich sollten hier Stefanie Stappenbeck und Jörg Hube wieder gemeinsam ermitteln, doch der gefeierte Schauspieler, Regisseur und Kabarettist starb am 19. Juni 2009 an den Folgen einer Krebserkrankung. Regisseur Montag bediente sich deshalb eines inszenatorischen Tricks: Der in der Folge "Polizeiruf 110 - Klick gemacht" eingeführte Ermittler Papen ist hier nur von hinten zu sehen und kommt schließlich ums Leben. Klasse: Franz Xaver Kroetz als Sonderling Georg Pranger, der hier einige bittere Sprüche über den Zustand von Gesellschaft und Staat ablassen darf. Einziger Wermutstropfen: Das gesamte Ermittlerteam (außer Stappenbeck) verhält sich hier absolut unglaubwürdig und darüber hinaus fast schon trottelig.

Foto: BR/Stephen Power