Nach den vergeblichen Versuchen, in Kanada zum Supergangster zu werden, kehrt der entflohene Jacques Mesrine Mitte der Siebzigerjahre nach Frankreich zurück. Hier inzwischen zu einer Art Legende der Unterwelt geworden, gerät Mesrine schnell wieder auf die schiefe Bahn und verdient seinen Lebensunterhalt lieber mit Überfällen als mit ordentlichen Jobs. Vor allem seitens der wohlwollenden Medien als "Staatsfeind Nr. 1" betrachtet, sonnt sich Mesrine gern in seinem zwielichtigen Ruhm. Doch die Justiz ist es mehr und mehr leid, sich von ihm an der Nase herum führen zu lassen und seine ständigen Ausbrüche aus dem Knast hinzunehmen ...

Regisseur Jean-François Richet macht genau dort weiter, wo er im ersten Teil "Public Enemy No. 1 - Mordinstinkt" aufgehört hat. Um in keinster Weise berechenbar oder gar langweilig zu werden, änderte er diesmal den Erzählduktus. Dabei gleicht er sich mit weniger hektischen Bildern und dem völligen Verzicht der Split-Screen-Technik dem Reifeprozess der Protagonisten an. Hauptdarsteller Vincent Cassel meistert auch in dieser Fortsetzung die überaus schwere Rolle des Super-Gangsters mit Bravour und beweist, dass er zweifellos zu den besten Akteuren seiner Zunft zählt. Zweifellos ist dies ebenso ein Meisterwerk wie Teil Eins!

Foto: Senator