Dass Recep Ivedik nur am Fenster sitzt und ab und zu ein Bier runterkippt, missfällt der Großmutter sehr. Soll ihr Enkel doch was aus seinem tristen Leben machen. Als sie droht, ihm ihr einziges Hab und Gut (eine Kiste) nicht zu vererben, begibt er sich aus Arbeit- und Frauensuche. Doch ob als Fahrer einer Pizzeria, Supermarkt-Kassierer, Apotheker-Gehilfe oder Stewart: Der Naivling kann sich einfach nicht behaupten. Vetter Hakan soll Abhilfe schaffen ...

Hauptdarsteller Sahan Gökbakar, der mit seinem bislang dritten Kinofilm - der Fortsetzung von "Recep Ivedik" - zumindest in seinem Heimatland Erfolge feierte, sorgte in der Vergangenheit im türkischen TV mit seinen grobschlächtigen Charakteren und derben Kraftausdrücken für Skandale und enorme Quoten. Hier hat er nun auch als Drehbuchautor mal wieder die Diskrepanz seines Heimatlandes zwischen Tradition und Moderne, Konsum- und Mediengesellschaft und Entwicklungsland vorgenommen. Dabei zieht er zwar oft recht witzig, aber leider auch recht deftig zu Werke. So bezieht er etwa den Witz daraus, dass die Playstation spielende Oma ebenso behaart ist wie ihr Enkel. Wer derlei Gags lustig findet, ist hier gut aufgehoben.

Foto: Kinostar