Als der Schlagerstar Alexander Ludwig einen Herzinfarkt erleidet, hat er anschließend massive Gedächtnisstörungen und kann sich hauptsächlich nur an Dinge vor etwa zehn Jahren erinnern. In einer Rehaklinik trifft er den alten Pianisten Heinrich, der ihn dazu überredet, mit zwei weiteren alten Herren eine Jazz-Combo zu gründen. Das Problem: Alexander vergisst oft, dass er dieser Vereinbarung zugestimmt hat. Zudem erkennt er weder seine derzeitige Frau wieder noch kann er sich an jüngere Songs aus eigener Feder erinnern ...

Zweifellos ist dies eine gut gemeinte, aber leider schlecht gemachte kleine Geschichte. Vieles funktioniert nur wie im Märchen, Konfliktbewältigung findet gar nicht statt bzw. wird oft in der gleichen Szene noch geklärt und fast alle Schauspieler wirken deplaziert. Paul Kuhn kann zwar Klavier spielen, aber nicht schauspielern, Peter Lohmeyer ist in der Regel zwar ein guter Schauspieler, aber definitiv kein Gitarrist. Und wer hat wohl gesagt, dass Mina Tender singen könne? Immerhin ist sie die einzige, die schauspielerische Glanzpunkte setzt. Grimme-Preisträgerin Nicole Weegmann ("Ihr könnt euch niemals sicher sein", "Solange du schliefst") hat insgesamt eher ein maues Fernsehspiel inszeniert.



Foto: Wüste Film