Nachdem die Schriftstellerin Elisabeth ihren geliebten Mann durch einen Autounfall verliert, will sie selbst in der Schneelandschaft Lapplands sterben. Als sie jedoch auf einem abgelegenen Bauernhof eine tote, alte Frau findet und sie in deren Tagebuch-Aufzeichnungen stöbert, findet sie neuen Lebensmut. Denn die Tote hatte alles andere als ein glückliches Leben: sie musste die todkranke Mutter pflegen, wurde vom Vater missbraucht und traf dennoch die Liebe ihres Lebens...

Ach, wäre er doch nur in der "Lindenstraße" geblieben: Nach Jahren der Kino-Abstinenz kehrt Hans W. Geissendörfer mit dieser Verfilmung des gleichnamigen Romans von Elisabeth Rynell auf die Leinwand zurück. Hier lässt er beide Geschichten parallel verlaufen und es dauert Ewigkeiten, bis sich der Zusammenhang ergibt. Dabei erzählt er mit nervigen Bildern den läppischen Schicksalsreigen fast schon mit spürbarem Schmerz. Die moderne Rahmenhandlung ist dabei eher quälend ermüdend, denn in irgendeiner Weise unterhaltsam. Hätte man diese Geschichte komplett geschnitten, wäre ein halbwegs gelungenes, drastisches Historiendrama entstanden. So ist das Ganze trotz exzellenter Darsteller mit drei Stunden Lauflänge die reine Tortur.

Foto: Kinowelt