Belfast, 1993: Colette McVeigh lebt mit ihrer Familie unter einem Dach - sowohl ihre Mutter als auch ihre beiden Brüder wie sie selbst sind aktive Mitglieder der IRA. Nachdem ein von Colette geplanter Anschlag in der Londoner U-Bahn fehlschlägt, wird die Irin festgenommen und dem britischen Geheimdienst MI5 vorgeführt. Sie hat die Wahl: Entweder 25 Jahre Freiheitsentzug sowie den Verlust des Sorgerechtes für ihren Sohn oder sie beschafft interne Informationen über bevorstehende Aktionen der Irisch Republikanischen Armee. Kann Colette dem Agent Mac, der ihre Sicherheit und die ihres Sohnes verspricht, wirklich trauen?

Die IRA bietet Filmemachern motivisch und thematisch ein wahres Füllhorn von Geschichten: So legten bereits Regisseure wie Jim Sheridan ("Im Namen des Vaters"), Paul Greengrass ("Bloody Sunday"), Ken Loach ("The Wind that Shakes the Barley") oder zuletzt Steve McQueen ("Hunger") unterschiedliche Schwerpunkte in ihren Inszenierungen. 2012 setzte nun auch Oscar-Regisseur und Dokumentarfilmer James Marsh ("Man on Wire") einen Irland-Thriller nach der Vorlage von Tom Bradby in Szene. Der Autor des gleichnamigen Romans setzte sich selbst erneut an den Stoff und erarbeitete auch die Filmversion. Premiere feierte das Drama bereits 2012 auf dem Sundance Film Festival und gewann dort mehrere Auszeichnungen. Hauptdarstellerin Andrea Riseborough ("W.E.") erhielt den British Independent Film Award für ihr packendes Spiel. Auch James Marsh wurden mit einem Preis bedacht: Er darf sich über einen "Golden Hitchcock", verliehen beim Dinard British Film Festival, freuen. Dass der Dokumentarfilmer auch im fiktionalen Genre punkten kann, stellte er bereits 2009 mit seiner Regiearbeit "Yorkshire Killer 1980" unter Beweis.



Foto: Fugu Filmverleih