30. Januar 1972: Der Protestant Ivan Cooper organisiert mit einigen Mitgliedern der Civil Rights-Bewegung einen friedlichen Protestmarsch in der nordirischen Stadt Derry. Doch die Demonstration endet in einer nationalen Tragödie: Im Laufe des Tages tötet die britische Armee 13 unbewaffnete Menschen und verletzt 14 weitere schwer. Das Ereignis geht als "Blutiger Sonntag" in die Geschichte Nordirlands ein und markiert den Beginn des bewaffneten Bürgerkriegs...

Regisseur Paul Greengrass ("Vom Fliegen und anderen Träumen", "Die Bourne Verschwörung") nimmt hier die realen Ereignisse des 30. Januar 1972 in der nordirischen Stadt Derry zum Ausgangspunkt. In seinem stark inszenierten und berührenden Film verarbeitet Regisseur Paul Greengrass die Ereignisse rund um den Protestmarsch selbst. Der Nordire James Nesbitt, der die Hauptfigur Ivan Cooper verkörpert, wurde bei den Vorbereitungen zu den Dreharbeiten von dem realen Vorbild seiner Rolle unterstützt, dem echten Ivan Cooper. Für seine überzeugende Interpretation des Menschenrechtlers gewann Nesbitt 2002 den British Independant Film Award im Rahmen des gleichnamigen Festivals, sowie eine Auszeichnung als bester Schauspieler beim Filmfestival von Stockholm. In "Bloody Sunday" eine flexible Handkamera die Figuren stets aus unmittelbarer Nähe, mitten ins Geschehen getaucht, und erreicht so einen geradezu atemberaubenden Realismus, den die Berliner Filmfestspiele 2002 mit dem Goldenen Bären ehrten. Zu Recht!

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