Major Dundee kommandiert im amerikanischen Bürgerkrieg ein Gefangenenlager. Als Indianer eine nahe gelegene Ranch überfallen, stellt Dundee eine Strafexpedition zusammen ...

"Die wohl schmerzlichste Erfahrung in meiner Karriere machte ich mit "Major Dundee" (Sierra Charriba) 1964", erzählte einst Regisseur Peckinpah. "Es war wie die anderen Filme eine Auftragsproduktion, aber das Ganze war inzwischen zu einer eigenen Geschichte geworden. Ich habe etwas übrig für zwielichtige Helden. Major Dundee, der seinen Freund den eigenen ehrgeizigen Zielen opfert, ist ein unglücklicher, krankhaft gestörter Mann, für den man zwar nicht Sympathie, aber Mitgefühl empfinden kann... Als Jerry Bresler dann zugeschlagen und den Film verstümmelt und zu Stücken zerfetzt hatte, da war ich so in die Sache reingebissen, dass es mir fast einen Schock versetzte" (Zitat aus "Das Westernlexikon, Joe Hembus). Als sich Peckinpah seinerzeit wehrte, geriet er alsbald auf die imaginäre schwarze Liste, er bekam keine Aufträge mehr. Ein Drehbuch, "Glory Guys" gab man ausgerechnet seinem ehemaligen Freund Arnold Laven. Nach Peckinpahs Tod versuchten Filmforscher, die ursprünglich 152 Minuten lange Originalversion wiederherzustellen. Es wurden 2005 aber nur Bruchstücke gefunden, so dass eine Fassung von 136 Minuten geschnitten werden konnte. Der Rest bleibt wohl für immer verloren.

Foto: ZDF/Columbia Pictures Industries, Inc.