Dr. Alice Howland ist eine renommierte Sprachwissenschaftlerin, die eine lukrative Universitäts-Anstellung hat. Doch in letzter Zeit hat sie gelegentlich Aussetzer, kennt plötzlich bekanntes Material nicht mehr, leidet beim Joggen im Central Park unter Orientierungsschwächen und kann manchmal ganz normale Wörter nicht finden. Ihr wird schnell klar, dass etwas nicht stimmt.

Tatsächlich diagnostiziert ein Mediziner bei ihr eine ungewöhnliche Frühform von Alzheimer. Doch erst als sie zunehmend auf Hilfe angewiesen ist, spricht sie mit ihrer Familie. Denn die Krankheit ist vererbbar.

Während ihr Mann sich liebevoll um sie kümmert, sind die erwachsenen Kinder zunächst schockiert und das einstmals harmonische Familiengefüge droht zu zerbrechen ...

Brilliante Julianne Moore

Dank ein brillant aufspielenden Julianne Moore – sie bekam für ihre Leistung zu Recht den Oscar als beste Hauptdarstellerin – kann man sich dieses starke, weil überaus realistische Krankheitsdrama durchaus anschauen.

Etwas wirklich Neues erfährt man über die tragische Krankheit nicht und filmisches Neuland wird hier auch nicht betreten. Denn auch in den USA kennt man spätestens seit Sarah Polleys "An ihrer Seite", Nick Cassavetes "Wie ein einziger Tag" oder Jake Schreiers "Robot & Frank" das Krankheitsbild Alzheimer.

In Deutschland geistert das Thema ebenfalls seit Jahren durch viele TV-Produktionen und erst jüngst präsentierte Til Schweiger in "Honig im Kopf" einen starken Dieter Hallervorden als Alzheimer-Patienten.

Dass sich Hollywood des schweren Themas annimmt, ist eher ungewöhnlich. Einziges Manko: Was die Krankheit tatsächlich für die Familienangehörigen bedeutet, wird hier nahezu ausgespart.

Sehen Sie hier den Trailer zu "Still Alice":