Das elfjährige Mädchen Tilda verbringt ihre Zeit am liebsten mit ihrem Großvater Amandus. Als der immer vergesslicher wird, schiebt man das zunächst auf sein Alter. Doch bald wird klar: Amandus hat Alzheimer und findet sich in seinem Zuhause immer weniger zurecht.

Für seinen Sohn Niko, der Vater von Tilda, bleibt bald nur noch eine Konsequenz: der Opa muss ins Seniorenheim. Diese Entscheidung allerdings will Tilda nicht akzeptieren und besteht auf ihr Mitspracherecht.

Weil aber ihre Vehemenz nicht fruchtet, entschließt sie sich spantan dazu, den Opa zu entführen. Der ist zunächst ziemlich verduzt, lässt sich aber auf das abenteuerliche Unterfangen ein ...

Hallervorden glänzt

Nach so prominenten Schauspielgrößen wie Judie Dench in "Iris" (2001), Götz George in "Mein Vater" (2003), Jan Decleir in "Totgemacht - The Alzheimer Case" (2003), Gena Rowlands in "Wie ein einziger Tag" (2004), Julie Christie in "An ihrer Seite" (2006) und zuletzt Klaus Maria Brandauer in "Die Auslöschung" (2013) glänzt nun auch der einstige Blödel-Meister Dieter Hallervorden als an Alzheimer erkrankter Großvater.

Dank seiner Präsenz und seines exzellenten Spiel kann man diesem Regiewerk von Til Schweiger - der einmal mehr neben sich selbst eine Tochter spielen lassen musste - durchaus die ein oder andere Länge und manche Unausgewogenheit zwischen Komik und Tragik verzeihen.

Überaus herzzerreißende Geschichte

Dieter Hallervorden verriet in einem Interview, dass er sich wegen einer Furz-Szene, die er nicht spielen wollte, mit Til Schweiger während des Drehs zerstritten habe. Das lässt tief blicken, was Schweiger eigentlich aus dieser überaus herzzerreißenden Geschichte machen wollte!

Hallervorden hatte zuletzt schon in Filmen wie "Das Mädchen und der Tod" (2012) und "Sein letztes Rennen" (2013) bewiesen, dass er nicht nur ein Komiker, sondern auch ein exzellenter Schauspieler ist. Soll heißen: dies ist eher ein Hallervorden- denn ein Schweiger-Film - zum Glück!