Die gehörlose Nonne Antonia lebt seit ihrer Kindheit hinter Klostermauern. Sie arbeitet in einem Zürcher Obdachlosenheim, zu dem sie jeden Tag mit Fahrrad und dem Zug unterwegs ist. Eines Tages begegnet ihr in Zürich der ebenfalls gehörlose Mikas aus Litauen. Durch ihn erkennt sie, dass ihr die Welt ausserhalb des Klosters nicht verschlossen ist, dass auch eine Leben ohne Nonnentracht denkbar wäre, dass sie tanzen, sich verlieben und Spass am Leben haben kann, wenn sie das will. Antonia ist hin und her gerissen zwischen ihren neu erwachten Gefühlen für Mikas und dem über Jahre gewachsenen Pflichtgefühl gegenüber den Ordensschwestern und deren sozialem Werk...

Regisseur und Drehbuchautor Christoph Schaub ("Die Reisen des Santiago Calatrava") inszenierte mit viel Gespür für seine gehörlosen Protagonisten (wunderbar: Emmanuelle Laborit in der Rolle der Antonia) diese intensive Liebesgeschichte, in der erstmals zwei Gehörlose die Hauptrollen spielen und der komplett untertitelt ist. Zuvor hatten sich bereits Oscar-Gewinnerin Caroline Link mit "Jenseits der Stille" (hier spielt Emmanuelle Laborit ebenfalls eine tragende Rolle) und Randa Haines mit "Gottes vergessene Kinder" dieser Problematik gewidmet.