Kunsthistorikerin Kristine ist auf dem Höhepunkt ihr erfolgreichen Karriere, als ihr eines Tages nach einer erfolgreichen Auktion plötzlich die Stimme wegbleibt. Um dieser eine Auszeit zu geben und wieder zu Kräften zu kommen zieht sich Kristine in das Ferienhaus der Familie in den französischen Cevennen zurück. Doch dort ist es mit der erhofften Ruhe nicht weit her, da sich ihre Tochter Ana im Haus mit ihrem Liebhaber Franck amüsiert. Der fühlt sich auf Anhieb zu der wesentlich älteren Kristine hingezogen …

Vor der sommerlichen Kulisse Südfrankreichs drehte Regisseurin und Drehbuchautorin Nana Neul ("Mein Freund aus Faro") dieses wenig glaubhafte und oberflächliche Beziehungsgeplänkel mit klischeehaft gezeichneten Charakteren, die noch dazu zum größten Teil unsympathisch daherkommen. Auch wenn Neul im letzten Drittel ihres Werkes eine überraschende Wende einbaut, bleibt "Stiller Sommer" hinter thematisch ähnlich gelagerten französischen Produktionen weit zurück. Da nützt auch die durchaus prominente Besetzung nicht viel.



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