Aus Wut über das Misslingen eines von vornherein aussichtslosen Angriffs befiehlt ein General im Ersten Weltkrieg, auf die eigenen Soldaten zu feuern. Anschließend lässt er ein Kriegsgericht zusammentreten und drei seiner Leute wegen Feigheit vor dem Feind zum Tode verurteilen ...

Mit "Wege zum Ruhm" schuf Meisterregisseur Stanley Kubrick eines der beeindruckendsten Antikriegs-Dramen der Filmgeschichte. Mit schonungsloser Eindringlichkeit prangert der Film die Sinnlosigkeit des Krieges und die unmenschlichen Machtstrukturen des Militärs an, wo persönliches Fortkommen mehr zählt als ein Menschenleben. Die Kriegsszenen entstanden nahe bei München: Auf einem Stück Ödland ließ Kubrick eine mondähnliche Kraterlandschaft aufschütten und bayerische Polizisten in die Rollen französischer Soldaten schlüpfen. Neben den frühen Werken "Im Westen nichts Neues" von Lewis Milestone und "Westfront 1918" gehört "Wege zum Ruhm" zu den Klassikern des Kriegsfilms. Ein großartiger Kirk Douglas gibt hier den französischen Colonel Dax, der heldenhaft - aber letztendlich vergebens - für seine Männer eintritt. Die Schauspielerin Susanne Christian, die als deutsches Mädchen mit einem Lied französische Soldaten zu Tränen rührt, heiratete kurz nach Beendigung der Dreharbeiten Regisseur Kubrick.

Foto: Fox